Tanne verstärkt Transparenz

Datum: 
14.10.2021

Zum WOZ-Artikel "Prävention beugt vor, Transparenz schafft Vertrauen“ vom 14.10.2021

 Im September hat die Wochenzeitung WOZ in einem Artikel Einblick gegeben in die gute Arbeit der Tanne. Aus bestimmt nachvollziehbaren Gründen haben wir im Rahmen dieses Artikels ein von der Tanne im Jahr 2018 ausgelöstes Strafverfahren gegen einen ehemaligen Mitarbeiter unseres Erwachsenenbereichs nicht erwähnt. Das kritisiert die WOZ nun sachlich im Rahmen eines Hintergrund-Artikels zur Missbrauchs-Prävention in Einrichtungen.

Die Tanne hat nichts zu verstecken. Um jeden Anschein von Verschweigen zu verhindern, hat sich die Tanne daher entschieden, künftig proaktiver zu kommunizieren rund um allfällige Verfahren im Kontext der Tanne – selbstverständlich unter Beachtung aller juristischer Umstände.

Zusätzlich zur Information aller direkt Betroffenen und von sämtlichen Aufsichtsbehörden erfolgt das neu auch mit einem Schreiben an alle Angehörigen und Gesetzlichen Vertreter*innen vergleichbarer Angebote für Kleinkinder, Schüler*innen resp. Erwachsene und mit einer Information für alle weiteren Interessierten über eine entsprechende Medienmitteilung auf der Tanne-Homepage.

Wichtig zu wissen ist im vorliegenden Fall, dass

  • die damals mutmassliche sexuelle Grenzüberschreitung dieses Mitarbeiters sofort aufgefallen und der Geschäftsleitung gemeldet worden ist;
  • die Tanne den Mitarbeiter umgehend fristlos entlassen und angezeigt hat;
  • die betroffenen Angehörigen, die Mitarbeiter*innen und sämtliche Aufsichtsbehörden umgehend informiert worden sind unter Beachtung des Persönlichkeitsschutzes.

Zentral ist auch: Die Tanne pflegt eine sehr konsequente 0-Toleranz-Haltung in Bezug auf Übergriffe durch Mitarbeiter*innen oder Dritte. Diese klar kommunizierte Haltung, die etablierte Beratung & Unterstützung durch unsere Meldestelle und regelmässige Schulungen haben eine Fortsetzung von Taten des Mitarbeiters verhindert.

Die Strafanzeige hat inzwischen in zweiter Instanz zu einer Verurteilung wegen Schändung geführt mit 14 Monaten bedingt und einem 10-jährigen Tätigkeitsverbot mit besonders schutzbedürftigen Personen. Die Tanne begrüsst dieses Urteil sehr. Es ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Noch kein Urteil gefällt worden ist im laufenden Verfahren gegen eine ehemalige Fachperson unseres Erwachsenenbereichs, deren kurze Unachtsamkeit in der Grundpflege leider am Tod einer betreuten Person beteiligt ist. Wie das juristisch zu beurteilen ist, ist Gegenstand des laufenden Verfahrens. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Tanne, das sind über 50 Jahre sehr viel Kompetenz und Herzblut von Mitarbeiter*innen in ihrer Arbeit mit und für Menschen mit angeborener Hörsehbehinderung und verwandter mehrfacher Sinnesbehinderung. Die berichteten Gerichtsfälle sind ausserordentliche, höchst bedauernswerte Ausnahmen.

Sie zeigen einerseits, dass menschliches Versagen nie ausgeschlossen werden kann. Andererseits machen sie darauf aufmerksam, wie wichtig die selbstverständlich auf Herz und Nieren überprüften Präventions- und Sicherheitskonzepte sind.

 

Für den Stiftungsrat:                                                             Für die Geschäftsleitung:

Peter Schaub, lic. iur.                                                            Mirko Baur, lic. phil. I

 

LINK Leitfaden Übergriffsprävention und Leitfaden Umgang mit Sexualität in der Tanne

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